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Back to life. Oder: Wohin mit der Familie?

Rückkehrmanagement. Stay-in Contact-Management. Wiedereinstieg – es wird mir schon ganz schlecht wenn ich das höre… Können wir bitte endlich damit beginnen, es als Normalität anzusehen dass Menschen Kinder bekommen, die eine bestimmte Form von Re-Organisation sowohl privat als auch beruflich nach sich zieht und können wir bitte damit beginnen, Eltern zu unterstützen? In ihrer Rolle als Menschen die sich dafür entschlossen haben, Verantwortung für ein Kind zu übernehmen – egal ob selbst gezeugt, geboren, adoptiert, in Pflege genommen oder auch nur vorübergehend zuhause aufgenommen weil es gerade notwendig ist? Können wir uns bitte endlich darum kümmern, dass Zusammenleben, miteinander Arbeiten und miteinander Lösungen finden die einzig faire Möglichkeit ist um allen Menschen und deren Bedürfnissen gerecht zu werden? Es ist richtig, hierzulande trifft es in vielen Fällen eine Frau, die ein Kind auf die Welt bringt, dieses Kind stillt und einige Zeit nicht erwerbstätig ist. Richtig ist aber auch, dass es nicht jede Frau trifft. Und dass es auch nicht jeden Mann nicht trifft. Es trifft genauso zwei Frauen oder zwei Männer. Oder eine Frau und deren Mutter. Oder überhaupt nur eine Person. Und auch hier sind viele Konstellationen nicht genannt, die ebenso vorkommen und ebenso jedes Recht verdienen, entsprechend behandelt zu werden. Familie wird übrigens mittlerweile in zahlreichen wissenschaftlichen und politischen Kontexten definiert als „über Generationen hinweg Verantwortung füreinander übernehmen und übernehmen wollen“. Da steckt nicht ausschließlich eine Vater-Mutter-Kind-Konstellation dahinter; auch nicht ausschließlich leibliche Kinder und überhaupt auch Situationen und Lebenskontexte die nicht nur mit der Begleitung der jüngeren Generation zu tun haben.

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Eltern befinden sich aktuell in Karenz
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davon sind Frauen

Beginnen wir damit uns Lösungen zu überlegen, die für alle Menschen passen können. Überlegen wir uns was ein Elternteil braucht, nach der Ankunft eines neuen Familienmitglieds. Und überlegen wir uns was dessen Partner*in braucht. Und was das Kind und was die restlichen Familienmitglieder brauchen. Bauen wir Modelle in denen Erwerbstätigkeit kein Widerspruch zur Familie ist.

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