In der S-Bahn
entstanden im April 2007, Schreibwerkstatt mit Gustav Ernst
_Ja ok, bis dann, sagte sie und beim Auflegen fielen ihr die schwarzen Haare ins Gesicht.
_War nur wegen der Party heute am Abend, sagte sie zu mir.
_Aha, sagte ich und fragte mich, welche Party Verena diese Nacht vom Schlafen abhalten würde. Ich schaute in ihr Gesicht und sah wie weiß sie war, wie dünn sie war. Fix und fertig schaut deine Tochter aus, hatte meine Mutter beim letzten Besuch gesagt. Fix und fertig, so wie ich. Wir fuhren zu ihr, Samstag zu Mittag, weil wir schon lange nicht mehr dort gewesen waren, weil sie schon ein paar Mal angerufen hatte. Die Fingernägel hatte Verena immer schwarz lackiert, aber für die Oma oder für mich, wenn wir zur Oma fuhren, hatte sie den Nagellackentferner benutzt. Jetzt waren alle Fingerspitzen grau, es sah aus, als hätte sie gerade in Asche gegriffen. ganzer Text
finde ich toll!
ein etwas anderrer kritischer Beitrag zum Koma-Trinken gestern-
heute-morgen
werner brenner said this on August 14th, 2007 at 8:52 am
deine kurzgeschichte verleitet mich dazu über meine eigenen erfahrungen in jungen jahren nachzudenken, sie hat einerseits ein bisschen etwas “erschreckendes” an sich und lässt den leser andererseits mit mutter und tochter mitfühlen. ich hätte gerne weiter gelesen um alles genauer zu erfahren!
lisa said this on August 16th, 2007 at 6:41 pm
Du weißt das ist meine absolute Lieblingsgeschichte, fast so als wäre man dabei gewesen…
Bezaubernde Jeannie said this on August 23rd, 2007 at 9:33 pm