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4 Mythen über Gender im (Arbeits-)Alltag

  • Gender bedeutet Frauenprogramme. Falsch. Gender bedeutet das Gegenteil von Frauenprogrammen! Gender bedeutet gleiche Teilhabechancen zu schaffen – unabhängig von Geschlecht und Sexualität; im weitesten Sinne auch unabhängig von sämtlichen anderen stereotypen Zuschreibungen. Wer ein Frauenprogramm designed, bedient sich alter Ideen von Förderungen: weil Frauen es nicht von selber „schaffen“, müssen wir sie dringend fördern und unterstützen. Übersehen wird dabei, dass diese Form von Unterstützungsstruktur eine bestimmte Gruppe (=Frauen) klein macht und eine bestimmte Gruppe (=Männer) groß.

 

  • Bei Gender geht es darum, dass Frauen Männer verstehen und Männer Frauen. Wohl nicht. Augen auf bei Seminaren die sich vermeintlich „ins andere Geschlecht hineinversetzen“ im Sinne von „was würde ein Mann/eine Frau tun?“ – sie negieren Gemeinsamkeiten zwischen Arbeitnehmer*innen und verfestigen weiter die Idee des Gender Divide, der Frauen* und Männer* als einander gegenüberstehende Gruppen verortet.

 

  • Gender bedeutet Gendern. Ja und Nein. Sprache schafft soziale Realität. Überall dort, wo noch immer so getan wird, als wären alle anderen „mitgemeint“ wenn man nur die maskuline Form verwendet, ändern sich nur langsam die Bilder im Kopf und die damit verbundenen Zuschreibungen und Rollenerwartungen. Und übrigens: keine Ausreden mehr – auch der DUDEN hat ein Buch zur gendergerechten Sprache und dem Zusammenhang zwischen Sprache und Moral publiziert (Autor: Der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch.

 

  • Gender geht Männer nichts an. Gender geht uns alle an. Bei Gender geht es um uns. Um eine Gesellschaft und damit auch um eine Arbeitswelt die wertschätzend miteinander umgeht. Um Kommunikation. Um gegenseitigen Respekt. Um die Frage wie wir von unterschiedlichen Zugängen, Lebenshintergründen und Haltungen lernen können.
Bei Gender geht es um das Gegenteil von Frauenprogrammen.
Bei Gender geht es um uns alle.

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